SCIP / II
In den ersten Jahren wurden detaillierte Untersuchungen darüber durchgeführt, wie sich die Eigenschaften der Hüllrohre auf Brennstoffschäden auswirken. Brennstabbeschädigungen während des Betriebs sind für die Branche kostspielig, da sie beispielsweise zu einer verminderten Reaktoreffizienz führen können. Schon früh war klar, dass Untersuchungen zu Brennstoffbeschädigungen und Hüllrohren von zentraler Bedeutung waren. Gleichzeitig entwickelten viele Brennstoffhersteller neue, fortschrittliche Pellets, um das Risiko dieser kostspieligen Schäden zu verringern, was zu dem großen Interesse an diesen Fragen beitrug, sodass ein SCIP (2009) zu diesem Thema mit einer gestiegenen Mitgliederzahl erfolgreich ins Leben gerufen werden konnte.
SCIP
Parallel zu SCIP führte Studsvik im Auftrag der amerikanischen Aufsichtsbehörde U.S.NRC eine Reihe von LOCA-Versuchen durch und teilte die Ergebnisse SCIP mit. Die Schlussfolgerungen, die teilweise nicht den Erwartungen entsprachen, rückten das Thema in den Vordergrund, und als es Zeit für SCIP (2014) war, verlagerte sich der Schwerpunkt des Projekts auf LOCA.
SCIP
Die vierte Phase, SCIP , die seit 2019 läuft, zielt darauf ab, durch fortschrittliche Brennstofftests das Verständnis des Verhaltens von Brennstäben zu verbessern. Die Untersuchungen beziehen sich sowohl auf Unfallszenarien wie LOCA als auch auf die Eigenschaften des Brennstoffs während der Lagerung nach dem Betrieb. Allen Phasen von SCIP gemeinsam SCIP die Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs zwischen den teilnehmenden Organisationen – ein wichtiger Bestandteil der Kompetenzsicherung in diesem komplexen Bereich.
SCIP
SCIP setzt die erfolgreiche Reihe multilateraler gemeinsamer Forschungsprojekte fort, die von Studsvik durchgeführt werden. Die neue fünfjährige Projektphase begann im Juli 2024 mit einem geplanten Budget von rund 15 MEUR. Der Umfang gliedert sich in vier Hauptaufgaben: Aufgabe 1 konzentriert sich auf Fragen zum Verhalten von Brennelementen und Hüllrohren im Zusammenhang mit der Zwischenlagerung, und Aufgabe 2 zielt darauf ab, Brennelemente und Hüllrohre in Szenarien eines Kühlmittelverlustunfalls (LOCA) zu untersuchen. Die Aufgaben 1 und 2 stellen eine Fortsetzung und Erweiterung der im Rahmen von SCIP durchgeführten Arbeiten dar. Aufgabe 3, die sich auf unfalltoleranten Brennstoff (ATF) konzentriert, führt ein neues Forschungsgebiet für SCIP ein. Die Hauptaufgaben sind alle in Teilaufgaben mit klar definierten Zielen und einem begrenzten Umfang unterteilt, um einen effizienten Fortschritt und die termingerechte Fertigstellung des Projekts zu gewährleisten. Wie bereits bei SCIP ist Aufgabe 4 der Modellierung gewidmet, die sowohl die Planung als auch die Auswertung von Experimenten unterstützt.