Ranstad war eine Uranmine zwischen Falköping und Skövde. Zwischen 1965 und 1969 wurde in Ranstad aus Schiefer Uran gewonnen, das für das schwedische Kernenergieprogramm bestimmt war. Das Bergwerk sollte die Autarkie Schwedens in Bezug auf Uran sicherstellen, als der Uranpreis jedoch zu weit absank, war die Rentabilität nicht mehr gegeben und es wurde geschlossen. Seit Anfang 2010 befinden sich die Nuklearanlagen am Standort Ranstad im Rückbau. Studsvik tritt seitdem als federführender Auftragnehmer auf und hat den größten Teil des Stilllegungsprojekts selbst geleistet.

Projekt Stilllegung Ranstad

Studsvik war der federführende Auftragnehmer für dieses Stilllegungsprojekt und für das gesamte Projektmanagement und die Verwaltung zuständig. Den Großteil der erforderlichen technischen Leistungen erbrachten wir ebenfalls selbst. Unsere Unterstützung der Projektleitung umfasste:

  • Planung, Koordination, Verwaltung und Sicherheitsplanung
  • Entwicklung eines Projektmanagementsystems
  • Koordination und Beschaffungs-Terminpläne
  • Managementsystem Sicherheitsaudits
  • Abfallmanagement Verwaltung
  • Verantwortlicher Angestellter für die routinemäßigen administrativen Tätigkeiten bei der Projektunterstützung
  • Management in Sicherheitsberichten (SAR)
  • Kontakt mit Behörden
  • Schulungen

 Von der radiologischen Bestandsaufnahme bis zur Freigabe – ein Überblick

Die Aufsicht durch Studsvik und Studsviks technisches Know-how haben bei diesem Projekt sichergestellt, dass der Standort sicher außer Betrieb gesetzt und Abfälle korrekt entsorgt wurden. Dabei wurde das Abfallvolumen nach Möglichkeit durch Charakterisierung und Behandlungsverfahren minimiert. Das Arbeitsprogramm wurde zu einem Zehn-Stufen-Prozess zusammengefasst und die Beteiligung von Studsvik im Folgenden jeweils kurz dargestellt.

  • Umgang mit radioaktivem und potenziell radioaktivem Material

Studsvik war verantwortlich für die anfängliche Risikobewertung und Kategorisierung und spätere Neukategorisierung, die radiologische Bestandsaufnahme des Standorts und die Nuklidvektorbestimmung.  Wir haben auch die Projektkontrollen festgelegt, einschließlich Logistikplanung, Materialflüsse während der Stilllegung und Dokumentenmanagement.

  • Radiologische Unterstützung während der Stilllegung

Studsvik lieferte während der Stilllegung radiologische Unterstützung, um sicherzustellen, dass die Einsatzkräfte vor Ort die Arbeiten sicher abschließen konnten, einschließlich Support für schriftliche Arbeitssysteme und Risikoabschätzungen.

  • Rückbau, Verpackung und Transport von Material und Abfällen zur externen Abfallbehandlung

Studsvik war verantwortlich für die gesamte Entsorgung von Material und Abfällen, so wie sie anfielen, damit sichergestellt war, dass es keine Projektverzögerungen aufgrund von Rückstaus gab und der Abfall sicher vom Gelände abgefahren wurde.

  • Rückbau / Messungen / Freigabe von Material auf dem Ranstad-Gelände

Studsvik führte die Überwachung durch und die Vermessung zahlreicher Ausrüstungsstücke, damit diese zur Wiederverwendung freigegeben werden konnten.

  • Rückbau / Messungen / Freigabe von Material durch externen Abfallentsorger

Studsvik war dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass Abfälle, die zu einem Abfallaufbereiter/Abfallentsorger versendet wurden, für eine anschließende Endlagerung geeignet waren, und ebenfalls sicherzustellen, dass Abfälle sicher und effektiv entsorgt wurden, um die Risiken für die Bevölkerung und das Personal zu minimieren. Dazu gehörten

  • Prozessausrüstung, Chemikalien, Säure, mit Uran kontaminiertes Wasser usw.
  • Sämtliche Materialien, die an einen externen Abfallentsorger versendet wurden, mussten vorher freigemessen werden.
  • Kontaminiertes Wasser wurde zusammen mit anderen Stoffen verbrannt, um die Abfallmenge zu reduzieren und nicht verbrennbare Schadstoffe zu kontrollieren
  • Abfallbehandlung auf dem Ranstad-Gelände und durch einen externen Abfallentsorger
  • Optimierungsplan für die Freigabe

Studsvik führte eine Bewertung von Optionen durch, um festzustellen, mit welchen Mitteln der Standort am besten freigegeben werden konnte. Diese Bewertung betrachtete eine Reihe von Optionen und Anforderungen, um sicherzustellen, dass der Standort als frei von Kontamination freigegeben werden konnte, mit einem robusten Datensatz, der dieses Ergebnis stützt.

  • Messungen vor Freigabe der Anlage

Es wurde eine Bestandsaufnahme der Ausgangslage gemacht, um Hotspots zu identifizieren und sicherzustellen, dass die Risiken voll verstanden wurden.

  • Dokumentation für radiologische Bestandsaufnahme, Rückbau und Freigabe von Material und Anlage

Die gesamte Charakterisierung wurde vollständig dokumentiert, um zu gewährleisten, dass der Kunde über einen robusten Datensatz verfügte, als Nachweis für die Aufsichtsbehörde, dass die Freigabe des Standorts erfolgreich war. Dies beinhaltete:

  • Planung der statistischen Messung
  • Messungen in der Anlage vor der Freigabe
  • Statistische Evaluation minimiert die Anzahl der Messungen
  • Berichterstattung
  • Antrag an die schwedische Behörde für nukleare Sicherheit (SSM)
  • Unterstützung für Genehmigungsantrag für die Anlagenfreigabe

Studsviks technische Fachkenntnisse und voller Einblick in das Projekt haben den Kunden bei der Stellung des Genehmigungsantrags für die Freigabe der Anlage bei den Aufsichtsbehörden unterstützt. Studsvik setzt sich regelmäßig mit den Regulierungsbehörden in Verbindung und kann dazu beitragen, dass Angaben vollständig verstanden werden und Antragstellungen reibungslos vonstattengehen.

Weitere Informationen

Kontakt

Lars Johansson

Email: lars.johansson@studsvik.com